Tier.Mensch.Gesellschaft

eine Veranstaltung im Rahmen der Diskussionsreihe Buddhismus im Dialog


Dienstag, 14. November 2017, 19.00 Uhr
Urania, Wien 1., Uraniastraße 1, Mittlerer Saal

 

Eintritt frei, Spenden erbeten, keine Anmeldung erforderlich

In Kooperation mit Ö1 und dem Verein Animal Compassion

 

Neue Diskussionsreihe „Buddhismus im Dialog“
Mit der Diskussionsreihe „Buddhismus im Dialog“ möchte die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft einen wesentlichen Beitrag zu gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Es geht dabei keinesfalls um buddhistische Mission, sondern darum, Werkzeuge der buddhistischen Weisheitslehre effizient einzusetzen. Beginnend mit der Beleuchtung des jeweiligen Status Quo einer Problemstellung sollen mögliche Wege aus definierten Fehlentwicklungen und Systemfehlern diskutiert werden. Dabei steht immer der Blick auf das Ganze und die Vermeidung von Extremen
im Zentrum.


Buddhismus im Dialog
Dialog ermöglicht das Kennenlernen von neuen Perspektiven und unbekannten Tatsachen. Dialog ist Bildung. Und Bildung ist der Schlüssel für die Bewältigung unserer aktuellen Herausforderungen. Unsere Veranstaltungsreihe „Buddhismus im Dialog“ trägt dem Rechnung. Das buddhistische Weltbild geht davon aus, dass alles mit allem in Verbindung steht und sich daher wechselseitig bedingt. Lösungsansätze für Probleme können daher auch nur mit der Sicht auf das Ganze gefunden werden. Im ersten Schritt geht es um die Erforschung der Ursachen, im zweiten Schritt um den Diskurs möglicher Lösungsansätze und deren praktische Umsetzung.

Die erste Veranstaltung der neuen Reihe „Buddhismus im Dialog“ erfolgt gemeinsam mit „Animal Compassion“, dem buddhistischen Verein zur Wahrnehmung der Tiere als fühlende Wesen und trägt den Titel: „Tier.Mensch.Gesellschaft“


Inhaltliche Ausrichtung
Schwerpunkt der Betrachtung ist die Stellung des Tieres in unserer Gesellschaft, vor allem am Beispiel der Nutztiere.
Aus buddhistischer Perspektive gelten Tiere, gleich den Menschen, als fühlende Wesen, deren Bestreben es ist, leidvolle
Zustände zu vermeiden und Wohlsein zu erreichen und zu erhalten.


Verantwortliches und einsichtiges Handeln ist dem Menschen vorbehalten. Welche Verantwortung leitet sich davon ab, vor allem und auch gegenüber Tieren? Im Verständnis dessen, dass alles in wechselseitiger Beziehung steht, können auch unsere Beziehungen mit Tieren nicht isoliert und getrennt von anderen gesellschaftlichen Entwicklungen verstanden werden. Unsere Einstellung zu Tieren reflektiert soziale, ökonomische und religiöse Strukturen. Mensch und Tier leben und leiden in derselben Gesellschaft. Gesellschaftliche Fehlentwicklungen werden meist auch im Umgang mit Tieren deutlich und dramatisch sichtbar. Wie wir Nutztiere behandeln, ausbeuten und ohne jede Rücksicht auf ihre Bedürfnisse halten, steht immer auch in einem Zusammenhang mit historischen Gesamtentwicklungen unserer Gesellschaften. Bei unserem ersten Dialog „Tier.Mensch.Gesellschaft“ kann es nicht darum gehen, Jahrhunderte alte Gepflogenheiten über Nacht zu verändern. Aber es müssen diese Jahrhunderte alten Gewohnheiten und Muster kritisch angesehen und hinterfragt werden. Wir wollen undogmatisch suchen und ergründen, welche Auswirkungen unsere Lebensweisen auf andere fühlende Wesen, auf die gesamte Natur und damit auch immer wieder auf uns selbst haben. Was kann und muss verändert werden, damit das Leiden von Tieren und Menschen reduziert werden kann?

 

Form der Veranstaltung
• Impulsreferate mit anschließender Podiumsdiskussion
• Raum für Publikumsfragen
• Zum Abschluss kleines Buffet für geselligen Austausch

 

Teilnehmer am Podium
Wolfgang Damoser – BA, Vertreter des Buddhismus, laufendes Masterstudium der Philosophie an der Universität Wien und Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von „Animal Compassion“.

 

Regina Loupal – Dr.in Vet.med., Akademische Fachkraft für tiergestützte Therapie und tiergestützte Fördermaßnahmen. Universitätslehrgang PalliativCare in der Pädiatrie am Landesklinikum Mödling. Mitglied im Vorstand von ÖAKTI (Österr. Ausbildungs- und Kompetenzzentrum für tiergestützte Interventionen). Angebot von tiergestützten Fördermaßnahmen für Kinder: www.mandalagut.at.

 

Kurt Remele – Prof. Dr. theol., lehrt Ethik und christliche Gesellschaftslehre an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Graz, Autor u.a. von „Die Würde des Tieres ist unantastbar“, Fellow of the Oxford Centre for Animal Ethics, Mitglied im spirituellen Beirat von „Animal Compassion“.

 

Florian Schwinn – Vielfach ausgezeichneter Journalist, Moderator und Autor, u.a. „Tödliche Freundschaft - Was wir den Tieren schuldig sind und warum wir ohne sie nicht leben können!“

 

Moderation:
Maria Harmer – Mag.a phil., diplomierte Kultur- und Sozialanthropologin und
nach einigen Jahren im Marketing seit 18 Jahren als Journalistin v.a. in den
Hauptabteilungen Religion, Wissenschaft und Aktueller Dienst im ORF Hörfunk tätig.

 

Impulsreferat:
Gerhard Weißgrab – Präsident der ÖBR, Vorstandsmitglied bei „Initiative Weltethos Österreich“, Mitbegründer und Obmann von „Animal Compassion“.

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